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Die Geschichte der Fotografie


Die Geschichte der Fotografie ist schon sehr alt und wohl kaum jemandem ist bewusst, dass das Prinzip unserer modernen Fotografie schon vor fast 2400 Jahren ihren Anfang nahm.

Allerdings schlug nachweislich die endgültige Geburtsstunde des künstlerischen Fotografenhandwerks erst Jahrhunderte später, nämlich am 22. November 1826, als es dem Franzosen Joseph Nicéphore Niepce gelang, das erste natürliche Motiv dauerhaft und lichtbeständig als „Foto“ abzubilden. Doch wie so manche andere technische Erfindung, hat auch die Fotografie viele Väter, die beinahe zeitgleich an einer neuen Bildtechnologie arbeiteten.

Die Qualität des ersten Bildes, das mit Hilfe der Ur-Kamera – der so genannten „Camera Obscura“, einer „dunklen Kammer“ mit kleinem Lichteintrittsloch und einer mit Silberchlorid empfindlich gemachten Zinnplatte – aufgenommen wurde, ist natürlich mit unseren heutigen Bildern nicht mehr zu vergleichen. Um dieses erste kopfstehende und seitenverkehrte Bild sichtbar und haltbar zu machen, benutzte Niepce eine Schicht aus in Petroleum gelöstem Asphalt. Die Belichtungszeit für die erste fotografische Abbildung betrug sage und schreibe acht Stunden.
Das erste Foto war allerdings sehr unscharf und man konnte es dementsprechend nur ziemlich wage erkennen, doch es war trotzdem das erste Foto!
Übrigens - dieses so entstandene Abbild aus dem Jahre 1826 existiert tatsächlich heute noch!

Nun war die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten und es folgte kurze Zeit später die bahnbrechende Entdeckung eines Verfahrens zur Negativherstellung durch den Engländer William Henry Fox Talbot im Jahre 1835.
Der Franzose Louis Daguerre perfektionierte diese Methode noch weiter, indem er auf die Jodsilberplatten zusätzlich eine Quecksilberschicht aufdampfte, diese belichtete und anschließend in einer Kochsalzlösung fixierte. Nun dauerte die Belichtung nur noch 20 Minuten – welch ein herausragender Fortschritt! Diese Erfindung war so spektakulär, dass Frankreich Daguerre dieses Patent abkaufte und es der Welt am 19. August 1839 offiziell übergab und zugänglich machte. Nachdem die ersten Fotos lediglich Unikate waren, wurde in der weiteren Entwicklung nun ein Negativ-Positiv-Verfahren entwickelt, dass eine Vervielfältigung der aufgenommenen Bilder im Kontaktverfahren erlaubte. Die so hergestellten Fotos waren natürlich dementsprechend groß und die Kameras entsprechend unhandlich.

Etwa 50 Jahre später erlebte die Fotografie ein weiteres Highlight, die erste Rollfilmkamera, die Kodak Nr. 1, kam auf dem Markt. Der Film bestand aus Papier, doch bereits im Jahr darauf wurde das Material durch einen weichen Kunststoff – das Zelluloid – abgelöst.
Nachfolgend entwickelte Oskar Barnack 1924 bei „Leica“ die erste Kleinbildkamera und 1933 erblickt der erste Farbfilm das Licht der Welt. Nun folgten die Polaroidkameras mit ihrem sensationellen „Sofortbild“ und heute ist die Modernisierung der Aufnahme- und Speichertechnik beim hochauflösenden digitalen Medium, dem Speicher-Chip, angelangt.