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Fotografie - moderne Kunst


Die hohe Schule der Fotografie erhebt heute tatsächlich den Anspruch, neben der schlichten Information und Dokumentation auch noch eine herausragende, bildende Kunst zu sein.

Wahre Kunst - auch oder besonders in der Fotografie - verlangt nach einer Portion Freiheit, nach Kreativität und Bewusstsein, nach Ästhetik und dem handwerklichen Können, seine Gefühle und Ideen entsprechend darzustellen.

Der feine Unterschied zu den verbalen Symbolen ist hier ziemlich eindeutig - das Foto kann so komplex und informativ sein, dass es zu einem unschätzbaren und unverzichtbaren Kommunikationsmittel wird. Dass Bild erzählt eine Fülle von verschiedenen Details, schildert ein großes Ausmaß an Tatsachen und zeichnet Situationen, Geschehnisse und Stimmungen mit einer derart präzisen Genauigkeit auf, wie es kaum ein Wort kann. Ein gutes Foto kann mit einem Blick sogar mehr über das Wesen und den Charakter eines Menschen aussagen als jeder geschriebene Lebenslauf.

Allerdings stellt sich nun die schwierige Frage, wann ist ein Foto Kunst oder wann ist es einfach nur Illustration mit familiärer und persönlicher Bedeutung?
Künstler und Kenner der Branche bezeichnen die Fotografie als „Kunst, das Leben anders zu sehen“.
Dabei gibt es genügend Beispiele die zeigen, dass so manches Foto, das aus ganz banalen und dokumentierenden Gründen gemacht wurde später als „Kunst“ gehandelt wurde. Letztendlich ist die Frage des künstlerischen Fotos nicht nur die Sache eines genialen Fotografen, sondern wird auch maßgeblich durch die Wahrnehmung des Betrachters bestimmt.